Diagnostik von Prostatakrebs: FDA prüft neues Kontrastmittel – Wir prüfen, ob KI Kontrastmittel ersetzen kann

Diagnostik von Prostatakrebs: FDA prüft neues Kontrastmittel – Wir prüfen, ob KI Kontrastmittel ersetzen kann

Die U.S. Food and Drug Administration FDA hat der Case Western Reserve University die Durchführung klinischer Studien mit einem neuartigen MRT-Kontrastmittel zur Erkennung von Prostatakrebs gestattet. Das auf Gadolinium basierende MT218 soll gleich drei Vorteile mit sich bringen: Aggressive Tumore sollen leichter erkannt, Überbehandlungen und Nebenwirkungen reduziert werden.

Die Vorteile von MT218: exakt und schonend

MT218 kann die Bildgebungssignale von aggressiven Tumoren verstärken und damit die Krebsdiagnose deutlich verbessern. Auf diese Weise können weitere Biopsien verhindert und die Patienten geschont werden. Derzeit ist der Goldstandard eine 12-Nadel-Punktionsbiopsie, die mit rektalem Ultraschall durchgeführt wird. Stichprobenfehler führen dabei bei bis zu 30 % der Patienten zu falsch-negativen Ergebnissen. Bluttests mit anschließender zusätzlicher Biopsie können zu Überbehandlungen und Nebenwirkungen führen.

Sind die Studien erfolgreich, könnte das neue Kontrastmittel im klinischen Alltag dazu
verwendet werden, nicht-invasiv und dabei exakt bösartigen Prostatakrebs auf einem
regulären MRT-Scan zu diagnostizieren.

Kann KI das Kontrastmittel ersetzen?

Es ist kein Zufall, dass gerade im Feld der Diagnostik von Prostatakrebs immer wieder
innovative Techniken entwickelt werden. Immerhin ist die Mehrzahl der Männer einmal im Leben von dieser Erkrankung betroffen.

Um die medizinische Versorgung im Bereich Prostatakrebs zu verbessern, arbeiten auch wir an Innovationen, d.h. an einer optimierten bildgebenden Diagnostik.

Unser Ansatz dabei ist, Kontrastmittel gänzlich überflüssig zu machen. Im Sommer
untersuchen wir daher gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Jena in einer Studie, ob mit KI-Unterstützung auf Kontrastmittelgabe verzichtet werden kann.

No Comments Yet.

Leave a comment