GET STARTED GRÜNDERFRÜHSTÜCK MIT DR. PETER TSCHENTSCHER

GET STARTED GRÜNDERFRÜHSTÜCK MIT DR. PETER TSCHENTSCHER

Dr. Sabrina Reimers Kipping (FUSE-AI) im Podiumsgespräch mit Dr. Peter Tschentscher (Bürgermeister von Hamburg) und Marc Schmitt (Evertracker), Moderation: Ann-Kathrin Nezik (Spiegel)

Heute (12. September, 2018) fand das Gründerfrühstück von GetStarted (bitkom) im betahaus in der Hamburger Sternschanze statt. Der Co-Working Space war komplett überfüllt und das Publikum hoch interessiert an der Diskussion, der sich die Panelisten widmeten. Gemeinsam wurde der Start-Up-Standort Hamburg diskutiert.

Dr. Peter Tschentscher analysierte das Thema zunächst in einer Eröffnungsrede. Er betonte, dass er mit seiner Regierung auf verschiedene Arten und Weisen Hamburg als Wirtschaftsstandort fördere. Außerdem sehe er Deutschland bereits an der Spitze mit Berlin, denn gemessen an der Einwohnerzahl sei Hamburg mit Berlin in Sachen Neugründungen auf Augenhöhe. Hamburg habe allerdings gegenüber Berlin erfolgreichere Ideen, die tatsächlich auch am Markt Bestand hätten (er räumte hier allerdings selbst ein, das der Erfolg eines Start-Ups schwer zu überprüfen sei).

Dr. Peter Tschentscher, Eröffnungsrede Gründerfrühstück, Hamburg, Getstarted (bitkom)

Dr. Peter Tschentscher bei der Eröffnungsrede für das Get Started Gründerfrühstück

In verschiedenen Redebeiträgen erwähnte Dr. Tschentscher an seine Eröffnungsrede anschließend, dass Hamburg mit der Investitions- und Förderbank ebenfalls in die Investition-Infrastruktur Hamburgs investiere. Ann-Kathrin Nezik sprach außerdem einen Wagniskapitalfond an, der sich seit 2 Jahren im Aufbau befände. Dr. Sabrina Reimers-Kipping bemerkte im Zusammenhang mit der Investitions-und Förderbank, dass in der Investitions- und Start-Up-Kultur (speziell in der Medizinbranche) ein vorgefertigtes Bild eines stereotypischen Start-Ups bestehe. Diesem Stereotyp entsprächen meist Universitätsausgründungen, mit jungen Gründern, die in einer bestimmten Gesellschafterstruktur Forschung in die Form rentabler Geschäftsmodelle gießen. Leider fallen auf diese Art und Weise viele Start-Ups aus der engeren Auswahl heraus.

v.l.n.r. Marc Schmitt (Evertracker), Dr. Sabrina Reimers-Kipping (FUSE-AI), Ann-Kathrin Nezik (Spiegel), Dr. Peter Tschentscher (Hamburger Bürgermeister)

Marc Schmitt betonte wiederholt, dass Hamburg, wenn es mit Tel Aviv, Silicon Valley und Shenzhen als Wirtschaftsstandort für Start-Ups mithalten möchte, Global Player mit jungen Start-Ups zusammenbringen müsse. Gerade in der Logistik Branche mangle es an Möglichkeiten, für Start-Ups Kunden zu finden. Evertracker hätten in Hamburg keine Möglichkeiten mit Arvato und anderen Großkonzernen mitzuhalten. Auch Dr. Reimers-Kipping bemerkte, dass FUSE-AI klinische Partner außerhalb Hamburgs, u.a. in Jena und Lübeck gefunden hat. Eine Zusammenarbeit mit dem UKE hat sich jedoch bis dato nicht ergeben. In beiden Branchen biete Hamburg also nicht die nötige Infrastruktur für junge Unternehmen.
Herr Dr. Tschentscher räumte ein, dass es in Hamburg im Bereich der Logistik den Digital Hub gäbe, der Firmen wie Evertracker mit großen Unternehmen zusammenbringe. Außerdem stellte er fest, dass das UKE eine Klinik sei, die sich mehr der internen Forschung widme.

Herr Dr. Tschentscher versuchte bei der Veranstaltung die Bemühungen seiner Regierung deutlich zu machen, Hamburg für Start-Ups attraktiver zu machen. Sowohl die anderen Panelisten als auch die Moderatorin eröffneten Ihre Verbesserungswünsche: Es gäbe zu wenig Möglichkeiten große und kleine Unternehmen zusammenzubringen und Hamburg müsse mehr Fonds aller Art aufbauen bzw. anziehen, ob staatlich oder wirtschaftlich.

 

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