Kurzbericht zu unserer klinischen Studie
Prof. Dr. med. Tobias Franiel, Leiter der Klinischen Studie
Worum geht es in der Studie konkret?
Normalerweise nutzt man zur Prostatakrebsdiagnostik oft eine multiparametrische MRT (mpMRI), die mehrere Bildarten kombiniert und meist auch ein Kontrastmittel benötigt.
Die Studie prüft, ob eine kürzere MRT ohne Kontrastmittel (bpMRI) durch KI so verbessert werden kann, dass sie genauso zuverlässig wird.
Was wurde gemacht?
105 Männer (Durchschnittsalter 66) wurden untersucht.
Drei Radiologen mit unterschiedlicher Erfahrung bewerteten die MRT-Bilder.
Als „Wahrheit“ wurde das Ergebnis aus Gewebeproben (Biopsie/Histologie) genutzt.
Ergebnis in einfachen Worten
Die KI-gestützte kurze MRT (AI-bpMRI) war mindestens genauso gut wie die aufwendigere mpMRI darin, Prostatakrebs zu erkennen. Besonders spannend: Sie war sogar deutlich besser als die normale kurze MRT ohne KI.
Für wen bringt das am meisten?
Der größte Vorteil zeigte sich bei weniger erfahrenen Radiologen: Die KI half ihnen dabei, verdächtige Stellen besser zu erkennen. Bei sehr erfahrenen Experten war der Unterschied kleiner.
Was bedeutet das für Patienten?
Das deutet darauf hin, dass man in Zukunft möglicherweise:
schneller untersuchen kann
ohne Kontrastmittel auskommt
und trotzdem zuverlässig Prostatakrebs erkennt
Das wäre besonders hilfreich in Regionen oder Kliniken, wo es weniger spezialisierte Experten gibt.
Fazit
Die Studie zeigt: KI kann eine kürzere, einfachere MRT so unterstützen, dass sie ähnlich zuverlässig ist wie die heutige Standard-MRT.